Was ist ein BarCamp?

In diesem - auch "Un-Konferenz" - genannten Format stellen die Teilnehmer Programm und Inhalte direkt auf dem Event zusammen. In einem BarCamp gibt es keine feste Programmplanung. Vorgegeben ist nur das übergeordnete Thema. Jeder Teilnehmer kann in einer Einführungsrunde kurz vorstellen, was er auf dem BarCamp anbieten möchte. Das kann z.B. ein Vortrag oder Workshop sein - oder man stellt einfach ein Thema zur Diskussion. Die Teilnehmer wählen selbst aus den Vorschlägen diejenigen Themen aus, mit denen sie sich beschäftigen wollen. Diese werden dann in so genannten "Sessions" ausgearbeitet und dem Gesamtpublikum vorgestellt.

Die Grenze zwischen Referenten und Publikum wird aufgehoben. Ideen-Geber bekommen keinen Blanko- Bonus für ihre Autorität, sondern müssen um Zuhörer/Mitmacher werben. In BarCamps kommt man nur mit wirklich interessanten Angeboten weiter.

Das BarCamp-Format hat sich bereits als sehr schnelle und intensive Form des gegenseitigen Kennenlernens, der Ideen-Generierung und Wissensaustausches erwiesen.

Das Format BarCamp ist ursprünglich in der IT-Branche entstanden. Heute finden eine ganze Reihe an BarCamps auch zu vielen anderen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder kulturellen Themen ab. Ein BarCamp ist ein sehr offenes Veranstaltungsformat und beinhaltet nur wenige Regeln für den Ablauf.

So könnte der Ablauf eines BarCamps aussehen:

1. Ankunft und Begrüßung der Teilnehmer sowie Wertschätzung der Sponsoren und Helfer.


2. Vorstellung des Themas / Keynote (optional)

3. Jeder Teilnehmer stellt sich mit Name und drei beschreibenden Worten im Plenum vor.

4. Jeder Teilnehmer sollte ein Angebot einzubringen. Es gibt keine Zuhörer.

5. Die Angebote werden zur Wahl gestellt. Das Publikum bekundet durch Interesse an der Teilnahme was gemacht wird und was nicht.

6. Die angenommenen Angebote werden in sogenannte Sessions geteilt und je nach Anzahl der Mitmacher auf verschiedene Räume verteilt.

7. Nach erfolgter Session- und Raumplanung geht es mit den ersten Sessions parallel los.

8. Jeder kann nach Belieben auch zwischen den parallelen Sessions wechseln.

9. Jeder Teilnehmer bringt sein persönliches Know-How und Erfahrungen in die Sessions ein.

10. Die Teilnehmer an einer Session können beschließen am Thema weiterzuarbeiten und sich mit der Moderation dazu abstimmen.

11. Es erfolgen kurze Ergebnispräsentationen der Sessions nach Programmblöcken im Plenum


Weiterführende Links
Tipps für erfolgreiche BarCamp-Sessions